Eine zweite Chance – Teil 30

Charlotte war wie gelähmt, fassungslos betrachtete sie die gespenstische Szenerie. Ein großer Geländewagen stand auf der Straße, langsam stieg eine völlig geschockt aussehende Frau aus. Und vor dem Wagen auf der Straße lag Suri.
Charlotte konnte sich nicht bewegen, erst als sie Luna laut „Suri, Suri“, rufen hörte, erwachte sie aus ihrer Starre und rannte so schnell sie konnte los.
David hatte ein Bremsgeräusch gehört und sich erschrocken umgedreht. Was er sah, war ein Albtraum.
Seine kleine blonde Maus lag bewegungslos auf der Straße. David blieb das Herz stehen, dies war eindeutig der schlimmste Moment in seinem Leben.
Holger Vogel, der Pressefotograf, mit dem David gerade in ein Gespräch verwickelt war, fluchte leise und fischte nach seinem Handy.
„Ich rufe einen Krankenwagen“, sagte er fassungslos, David bekam es nur am Rande mit, er war schon auf dem Weg zu Suri.

Charlotte war gleichzeitig mit ihm da.
„Suri.“
„Ich hab sie nicht kommen sehen, sie ist zwischen den parkenden Autos hervorgerannt“, rief die Fahrerin des Unfallwagens panisch aus, doch Charlotte beachtete sie gar nicht.
Charlotte sah in das blasse Gesichtchen ihrer Tochter. Sie lag auf der Seite, aus einer Kopfwunde sickerte etwas Blut, aber das Schlimmste war, dass sie sich nicht regte.
„Suri!“ Charlotte schrie verzweifelt ihren Namen, wollte die Kleine aufheben, doch zwei Arme hielten sie davon ab.
„Nicht, mein Liebling, lass‘ sie so liegen, sie hat eine Kopfverletzung. Der Rettungswagen ist verständigt“, hörte sie Jemanden wie durch eine Nebelwand sagen.
Irgendjemand legte eine Jacke über Suri, sie verschwand fast völlig unter dem großen Kleidungsstück.
„SURI!“ Luna weinte laut auf, schaute verschreckt auf ihre kleine Schwester.
„Komm.“ David hob Luna auf den Arm und entfernte sich mit ihr einige Schritte von der Unfallstelle. Charlotte nickte ihm dankbar zu und kniete sich neben Suri hin. Immer wieder streichelte sie ihr über die blonden Löckchen, sie konnte nicht begreifen, was geschehen war, das konnte doch alles nur ein böser Traum sein.
Dann tastete Charlotte nach Suris Puls, ganz schwach konnte sie ihn fühlen.
„Wie konnte das passieren?“, stammelte sie nur heiser.
„Das ist meine Schuld.“ Eine Frau trat mit völlig schockiertem Gesichtsausdruck hinzu. Es war aber nicht die Fahrerin des Wagens. „Es tut mir so leid…“, flüsterte sie mit weinerlicher Stimme.
„Wieso? Wieso Ihre Schuld?“ Charlotte schaute die Frau verständnislos an.
„Ich hab gedacht … also der Mann, mit dem Sie zusammen hier sind, ich dachte, er wäre der Vater. Die Kleine hat sich so suchend umgesehen, da hab ich ihr gesagt, ihr Papi sei kurz mal auf der anderen Straßenseite und käme gleich wieder zurück. Und … und sie hat mich nur mit großen Augen angesehen und gefragt: ‚Mein Papi?’ – dann ist sie losgerannt. Ich wusste doch nicht … ich wusste doch nicht, dass ihr Vater tot ist. Ihre andere Tochter hat mir dann gesagt, dass der Vater Ihrer Kinder im Himmel ist“, flüsterte die junge Frau. „Es tut mir so leid. Ich wollte noch hinterher rennen, aber ich hatte mein Baby auf dem Arm und konnte nicht so schnell los.“
„Oh Gott!“ Jetzt machte sich ein dicker Kloß in Charlottes Hals breit. „Sie hat gedacht, Jonny wäre auf der anderen Straßenseite.“
Eine kalte Hand presste Charlottes Herz zusammen und das pure Entsetzen breitete sich in ihr aus. Sie strich Suri übers Gesicht, musste sich zwingen, nicht völlig die Fassung zu verlieren. Hier lag ihr Kind und sie wusste nicht, was mit ihr werden würde.
Von Weitem hörte sie Sirenen, doch sie war nicht in der Lage aufzusehen. Sie hockte auf dem kalten Asphalt, hielt Suris Hand und streichelte zärtlich darüber. Immer noch war die Kleine ohne Bewusstsein, Charlotte kam um vor Angst. Was wäre, wenn ihr etwas Schlimmes passieren würde? Wenn sie nie mehr aufwachen würde?
Wenn sie Suri auch noch verlieren würde?

David machte sich nicht nur um die beiden kleinen Mäuse Sorgen. Er warf ängstliche Blicke zu Charlotte, sie zitterte am ganzen Körper, war genauso blass wie Suri. Sie streichelte die Hand ihrer Tochter, flüsterte Kosenamen, aber wirkte ganz weit weg.
„Frau Woźniak? Bitte lassen Sie mich nach ihrer Tochter sehen, ja?“ Ein junger Rettungsarzt sprach leise auf Charlotte ein.
David ging zu Charlotte und zog sie an einer Hand hoch. Sie ließ jetzt nur noch alles wie mechanisch über sich ergehen.
Man hob Suri vorsichtig auf eine Trage, sie bekam eine Manschette um den Hals und einen Zugang gelegt, dann wurde ihr Blutdruck gemessen.
„Wir bringen sie in die Universitätsklinik. Wollen Sie mitfahren?“, fragte der Arzt Charlotte mitfühlend. Dann tastete er ebenfalls nach ihrem Puls, nickte einem Sanitäter zu.
„Wir müssen Ihre Frau mitnehmen, sie kippt hier sonst gleich um“, raunte er David zu.
„In Ordnung, ich komme sofort nach“, antwortete David. Sein Herz krampfte sich zusammen, als er sah, wie die Türen des Krankenwagens geschlossen wurden.
Dort drin waren zwei der wichtigsten Menschen in seinem Leben und er konnte nur beten, dass alles wieder gut werden würde. Er wollte sich gar nicht ausmalen, was geschehen würde, wenn einem der beiden etwas passieren würde.
Mittlerweile waren Polizisten damit beschäftigt, einige Zeugen zu befragen.
Die Autofahrerin wirkte ebenfalls total geschockt, sie weinte ein wenig. Doch David hatte jetzt nicht die Zeit, um mit ihr zu reden. Er musste ins Krankenhaus, und das schnell.
„Komm, wir fahren zu Suri, ja?“, sagte er sanft zu Luna und ging schnell zu seinem Auto. Die Kleine klammerte wie ein kleines Äffchen an seinem Hals und zitterte ein wenig. Beruhigend streichelte er ihr über das Lockenköpfchen. „Es wird alles wieder gut“, versprach er ihr mit einem dicken Kloß im Hals.
„Suri hat geblutet.“ Luna schaute ihn ängstlich aus ihren braunen Augen an.
„Man wird ihr helfen, Schatz, keine Sorge“, lächelte er ihr zu.

David versuchte, sich auf den Verkehr zu konzentrieren und nicht allzu schnell zu fahren. Nicht, dass er auch noch einen Unfall bauen würde und zudem hatte er schließlich auch noch ein kleines Kind im Auto.
Er rannte mit Luna auf dem Arm zur Notaufnahme. Auf einem Stuhl sah er Charlotte sitzen, sie war völlig in sich zusammengesackt, neben ihr saß eine Schwester.
„Sind Sie Ihr Mann?“, fragte sie David, als er mit Luna bei ihr ankam.
„Nein – Ihr Lebensgefährte“, beeilte er sich schnell zu sagen, mit einem Blick auf Luna. Sie kuschelte sich sofort auf Charlottes Schoß.
„Hallo Süße.“ Charlotte war so froh, ihre Tochter bei sich zu haben, und vergrub ihr Gesicht in ihren Haaren.
Man hatte ihr eine Spritze gegeben und maß ständig ihren Blutdruck, Charlotte nervte dies alles und sie hatte darum gebeten, in Ruhe gelassen zu werden.
„Bitte achten Sie ein wenig auf sie“, bat die Schwester David.
„Natürlich“, nickte er. Doch er konnte Charlotte verstehen. Ihre Gedanken kreisten nur noch um Suri – ihm ging es ja genauso.
„Hey Liebling.“ Er hockte sich vor sie hin, griff nach Lunas und ihrer Hand. „Gibt es schon Neuigkeiten von der Kleinen?“
Charlotte schüttelte den Kopf. „Nein“, sagte sie heiser. „Sie wird gerade geröntgt.“
David setzte sich neben sie und zog sie und Luna in seine Arme. „Es wird alles gut werden“, flüsterte er ihnen immer wieder zu.
Charlotte sah ihn aus traurigen blauen Augen an. „Es muss David. Es darf ihr nichts passieren … ich hätte besser aufpassen, ich bin doch ihre Mama.“ Sie begann, leise zu weinen. „Ich muss sie doch beschützen.“
„Oh Charlotte, bitte.“ Er küsste sie auf ihre Haare. „Niemand konnte voraussehen, dass so etwas passieren würde. Es war ein Unglück – nichts weiter.“
„Die Frau hat gesagt, Papa wäre auf der anderen Straßenseite“, sagte Luna. „Suri hat bestimmt gedacht unser Papa wäre wieder da.“ Sie sah ganz erschrocken aus. Charlotte nahm sie fester in ihre Arme. Es tat ihr so leid, dass sie das alles hatte mit ansehen müssen.

Es verging eine kleine Ewigkeit, dann kam ein freundlich aussehender Arzt aus einer Schwingtür heraus. „Frau Woźniak… und Herr…?“
„Herbold“, beeilte er sich schnell zu sagen. „Ich bin ihr Lebensgefährte“.
Der Arzt reichte beiden die Hand. „Ich bin Dr. Schönfeld.“ Er warf einen Blick auf Luna. „Und du bist die große Schwester?“
Luna nickte nur und sah den Arzt mit großen Augen an. „Wie geht es Suri?“, fragte sie ängstlich.
„Es geht ihr relativ gut.“ Er lächelte von einem zum anderen. „Sie hat eine Platzwunde am Kopf. Der Wagen hat sie mit dem Frontschützbügel erwischt. Außerdem hat sie Prellungen an der gesamten rechten Körperseite. Sie wird in den nächsten Tagen Schmerzen haben, wenn sie sich bewegt. Allerdings müssen wir sie ein paar Tage zur Beobachtung hier behalten. Wir müssen abwarten, ob sich nicht doch eine Verletzung des Hirns entwickelt. Bis jetzt gehen wir davon aus, dass sie nur eine Gehirnerschütterung hat.“
Charlotte schaute ihn entsetzt an. „Aber … aber sie wird keine Schäden davontragen, oder?“
„Ich glaube nicht. Aber wie gesagt: Wir müssen sie beobachten. Sie hat wirklich großes Glück gehabt. Der Wagen war nicht schnell beim Aufprall. Ihre Tochter hatte einen Schutzengel“.
Charlotte dachte an Jonny, schluchzte laut auf. „Ja, das hat sie ganz bestimmt.“ Sie spürte, wie David sie in den Arm zog.
Danke Jonny. Sie schloss die Augen. Danke, dass du Schlimmeres verhindert hast.
„Wir haben sie jetzt auf die Kinderstation gebracht. Dort ist auch eine Schlafmöglichkeit für Sie“, erklärte der Arzt.
„Können wir sie sehen?“ Charlotte sah ihn bittend an.
„Natürlich. Ich denke auch, dass sie gleich aufwacht. Station 3, Zimmer 367.“ Er nickte noch allen zu, streichelte Luna über den Kopf und ging wieder zurück in den Notaufnahmebereich.

Suri war immer noch ganz blass. Ihr Kopf war verbunden, an ihrer rechten Wange zeichnete sich ein Bluterguss ab. Auch ihr Ärmchen war blau und aufgeschürft. Charlotte brach es das Herz, ihre Kleine so zu sehen. Schnell ging sie an das Bett und setzte sich zu ihr. Vorsichtig berührte sie ihre Wange, streichelte und küsste sie. „Schatz, hörst du mich?“
„Sie wird sich an den Unfall nicht erinnern können.“ Eine Schwester mit einem bunten, mit kleinen Enten bedruckten Kittel, sprach Charlotte freundlich an.
David ging an die andere Seite des Bettes. „Hey, mein süßes Mäuschen“, sagte er sanft. Er griff nach ihrem Händchen, das eiskalt war. „Aufwachen.“
Luna ging resoluter vor. „SURI! Du musst jetzt die Augen aufmachen!“ Energisch rüttelte sie an dem Bein ihrer Schwester.
„Luna bitte“, rügte Charlotte sie, doch Luna hatte Erfolg gehabt. Suris Augenlider flackerten und dann schlug sie tatsächlich die Augen auf.
„Suri …“ Charlotte beugte sich über sie und lächelte sie an. Ein Stein fiel ihr vom Herzen.
„Mami“, kam es heiser. „Ist was passiert?“
„Suri-Schatz, du hattest einen Unfall. Ein Auto hat dich ein bisschen angestupst. Aber es ist nichts Schlimmes.“
Suris Augen weiteten sich entsetzt. „Ein Auto?“
„Ja, du hast nicht aufgepasst!“ Luna krabbelte auf Suris Bett und schaute sie strafend an. „Du musst doch nach links und rechts gucken. Haben wir doch im Kindergarten bei dem Polizist gelernt“, meckerte sie weiter.
„Hab’ nicht aufpasst?“ Suri schaute ängstlich.
David brach es fast das Herz, seine Kleine so zu sehen. „Hey Schätzchen, mach’ dir keine Sorgen. Alles wird wieder gut.“
„Taffitt!“ Suris Augen strahlten, als sie ihn ansah.
David war ganz gerührt von ihrer Reaktion. Zum ersten Mal wurde ihm richtig bewusst, wie sehr er dieses kleine Wesen doch liebte. „Du bist bald wieder gesund.“
Die Tür wurde leise geöffnet. Eine junge Ärztin, auch mit einem bunten Kittel bekleidet, trat ein. „Hallo Surya.“ Sie kam freundlich auf das Bett zu. „Du bist wach, das ist aber schön.“ Sie beugte sich über Suri. „Tut dir der Kopf weh?“
„Ein bissen“, kam es kläglich. „Und der Arm und das Bein.“
Charlotte kämpfte mit den Tränen. Ihre Kleine tat ihr so leid, was würde sie darum geben, ihr die Schmerzen abzunehmen?
„Wir geben dir einen Saft, dann tut es dir nicht mehr so weh, ja?“
„Ja.“ Suri nickte, verzog dann aber schmerzhaft das Gesichtchen.
„Kannst du dich denn erinnern, was heute passiert ist?“, wurde sie weiter gefragt.
„Waren auf dem Spielplatz.“
„Und weiter?“ Die Ärztin nahm Suris kleine Hand.
„Weiß nicht“, kam es leise.
„Schon gut. Das reicht mir schon. Die Mama darf hier mit dir schlafen. Und der Papa fährt mit deiner Schwester nach Hause und holt etwas zu spielen für dich, ja?“ Die Ärztin stupste an Suris Nase.
„Papa?“ Suris Augen weiteten sich.
„DAS IST NICHT PAPA! DAS HAT DIE EINE FRAU AUCH GESAGT UND DANN IST DAS PASSIERT!“, schrie Luna los. In ihren Augen glitzerten Tränen. „Das ist nicht UNSER Papa!“, wiederholte sie weinend.
David schaute erschrocken auf die Kleine.
„Entschuldigung“, stammelte die Ärztin.
Charlotte stand auf und nahm Luna auf den Arm. „Würden Sie uns bitte einen Moment allein lassen?“, bat sie die junge Frau, die völlig zerknirscht zwischen David und Charlotte hin und her schaute.
„Natürlich“, schnell verließ sie das Zimmer.

Charlotte atmete tief durch. Der ganze Tag war ein einziger Albtraum. Luna weinte mittlerweile herzzerreißend in ihren Armen und Suri schaute völlig verstört. Eigentlich war dies hier der denkbar ungünstigste Augenblick, um etwas zu klären, aber Luna war mittlerweile so durch den Wind, dass Charlotte keine andere Alternative sah. Und Suri würde es verkraften – sie liebte David abgöttisch.
„So, Ihr beiden, jetzt hört mir mal gut zu …“ Charlotte bemühte sich um einen ernsten Tonfall. Sie setzte Luna neben Suri aufs Bett.
„Wir müssen jetzt mal ein Familiengespräch führen. Und David wird dabei sein.“ Sie warf ihm einen bittenden Blick zu. Charlotte hoffte inständig, dass das, was sie jetzt sagte, auch in seinem Interesse war.
David bekam ein mulmiges Gefühl. Was kommt denn jetzt?
Charlotte wirkte auf einmal sehr ernst.
„Aber er gehört nicht zur Familie – er ist nicht unser Papa“, beharrte Luna trotzig.
„Oh doch. Auch wenn er nicht euer Papa ist, so können wir doch eine Familie sein.“ Charlotte holte zwei Stühle und bat David sich neben sie zu setzen.
„Jonny war euer richtiger Papa. Das ist so und das wird auch nie anders sein. Er ist jetzt ein Engel und passt auf euch auf. Und er lebt in euren Herzen und eurer Erinnerung immer weiter …“ Sie nahm die Händchen ihrer Kinder.
„Ich weiß, dass ihr ihn nie vergessen werdet – und das ist auch gut so. Mir geht es genauso wie euch. Ich werde ihn immer lieb haben und das wird sich auch nie, nie, nie ändern …“ Sie atmete tief durch. Luna und Suri hingen an ihren Lippen.
„Aber ich mag auch David sehr gerne – und er mag uns. Und ich finde es schön, wenn er bei uns ist. Mit uns lacht, isst, bei uns schläft, mit uns Ausflüge macht. Ich finde es toll, dass er euch Geschichten erzählt und euch in den Arm nimmt. Und natürlich mag ich es sehr gerne, dass er mich in den Arm nimmt.“
David musste schlucken, ihre Worte berührten ihn sehr, auch die Mäuschen lauschten ganz ergriffen.
„Er ist nicht euer Papa, aber er ist jemand, der sich um euch kümmern möchte und beschützen. Der euch helfen kann, wenn Ihr Probleme habt“, sprach sie leise weiter.
„Und der sehr gerne bei euch und Eurer Mama ist“, ergänzte David. „Und dass manche Leute denken, dass ich euer Papa bin, ist natürlich falsch. Aber mich stört das nicht, weil ich es ja besser weiß – und ich hab’ euch so lieb, als wärt Ihr meine eigenen Kinder.“
„Bei vielen ist das eben so, dass entweder die Mama oder der Papa nicht die ‚richtigen’ Mamas und Papas sind. Aber sie leben trotzdem zusammen und haben sich lieb – und sind dann doch eine Familie. Und ich fände das ganz toll, wenn uns das auch gelingen würde. Wir haben uns alle doch lieb – und das ist doch das Wichtigste, oder? Und wie ihr David nennt, das ist ganz egal. Das was zählt, ist nicht das, was man sagt, sondern das, was man fühlt“, sagte Charlotte leise. „Was meint ihr?“
„Ich finde es ssön, dass Taffitt bei uns ist.“ Suri schaute ihn mit großen Augen an.
Charlottes Blick fiel auf Luna. „Ich auch“, sagte sie leise, dann sprang sie auf und umarmte David ganz fest.