Eine zweite Chance – Teil 34

Sie drückte ihn nach hinten auf den Rücken und bedeckte sein Gesicht mit Küssen. „Ja, ja, ja – ich will dich heiraten“, sagte sie immer wieder.
David umschlang sie fest mit seinen Armen. „Ich liebe dich, Charlie.“
Ein Schwall Sand unterbrach ihre Schmusereien. David drehte den Kopf zur Seite und sah sich zwei kleinen Geschöpfen mit Schaufeln und Eimern in den Händen gegenüber.
„Was hat Mami sagt?“, fragte Suri neugierig.
David und Charlotte rappelten sich auf. Charlotte griff nach Suri und zog sie zu sich auf den Schoß, David tat das Gleiche mit Luna. Sie wechselte einen kurzen Blick mit David, er nickte ihr zu.
„David hat mich gefragt, ob ich ihn heiraten möchte“, erklärte sie ihren Flöckchen. „Und ich habe gesagt, dass ich das sehr gerne tun würde. Für euch ändert sich damit überhaupt nichts“, fügte sie schnell noch an.
Suri schaute David zornig an, dann sprang sie auf, stampfte mit ihrem Gummistiefelchen fest in den Sand und baute sich empört vor ihm auf. Tränchen stiegen in ihre Augen. „Ich will Taffitt heiraten – hab ich allen im Kindergarten sagt!“, warf sie ihm wütend an den Kopf.
„Was? Oh …“, stammelte er etwas hilflos und sah die erboste Miniblondine betroffen an.
Charlotte biss sich auf die Zunge, um nicht laut loszuprusten. Dann zwang sie sich aber ernst zu bleiben. „Suri-Schatz. David ist viel zu alt für dich. Jetzt sieht er noch schön aus, aber wenn du zwanzig bist, willst du garantiert nichts mehr von ihm wissen“, redete sie sanft auf ihre Tochter ein.
„Wie bitte?“ Jetzt bekam sie einen giftigen Blick ihres zukünftigen Gatten zugeworfen. „Such dir lieber einen Mann, der in deinem Alter oder nur ein bisschen älter ist.“
„Du kannst ja Timo heiraten“, schlug Luna, die völlig unbeeindruckt von dem ganzen Theater schien, ihrer Schwester vor. „Der hat auch zwei Kaninchen.“
„Dann nehm ich den“, beschloss Suri zufrieden. Luna nahm sie an die Hand und sie liefen wieder zurück zu ihrer Sandburg.
„Ausgestochen von Kaninchenb…“ David schüttelte zweifelnd den Kopf und schaute seiner kleinen Blondine beleidigt hinterher.
„Tja, dagegen kommen deine Vorzüge nun mal nicht an. Eine Frau muss halt Prioritäten setzen“, schnurrte Charlotte und küsste ihn auf die Nasenspitze. Dann legte sie sich wieder in den Sand.
Davids Hand krabbelte unter ihr T-Shirt und streichelte über ihren Bauch. „Ich habe dafür viele andere Vorzüge“, raunte er ihr zu und küsste ihre nackte Haut.
Charlotte quiekte auf. „Nicht hier am Strand!“, protestierte sie schwach, doch sie genoss es, von ihm berührt zu werden.
„Gut. Verschieben wir es auf heute Nacht“, grinste er, nicht ohne sie noch einmal zärtlich zu küssen.
„Wir werden heiraten“, murmelte er an ihren Lippen.
„Ja“, antwortete sie heiser.

„Ich bin noch mal kurz weg“, verkündete er nach dem Abendessen. Charlotte war gerade dabei, die Teller in die Spülmaschine einzuräumen. Verdutzt sah sie ihn an. „Okay“, antwortete sie nur.
David beeilte sich zu einem bestimmten Juwelier zu kommen. Er hatte ihn heute Nachmittag angerufen und ihn gebeten, ihn heute Abend zu empfangen. Die Herbolds waren seit Jahren angesehen Gäste auf Sylt und so war es kein Problem für David, den Juwelier zu überzeugen für ihn noch einmal das Geschäft zu öffnen.
„Herr Herbold, wie schön“, empfing ihn Herr Andresen dann auch sehr freundlich und bat ihn in sein elegantes Geschäft. „Was kann ich für sie tun?“
„Ich brauche einen Verlobungsring. Den Schönsten, den sie haben“, erklärte er ihm eifrig.
„Oh, ich denke, da kann ich Ihnen helfen“, lächelte der Mann und führte ihn zu einer Auslage.
Die meisten Ringe waren David zu protzig. Charlotte hatte zierliche Hände, trug sowieso nicht viel Schmuck und da würde ein dicker Klunker nur störend wirken. Er schüttelte entschieden den Kopf. „Die Ringe sind schön, aber ich hätte gerne etwas Dezenteres.“
„Verstehe.“ Herr Andresen zog eine andere Schublade auf und David fiel er sofort ins Auge. Der Ring war aus Weißgold, mit einem wunderschön geschliffenen kleinen Diamanten. „Ich nehme den.“
Herr Andresen nickte zufrieden und steckte den Ring in ein Etui.
„Und jetzt suche ich noch zwei Ringe für zwei sehr spezielle Personen.“
David betrachtete verzückt die winzigen Ringe, die in seiner Hand fast verschwanden. Sie waren aus Silber, ein Ring hatte eine Sonne, ein Ring ein Mond als Verzierung. Zufrieden und aufgeregt zugleich schlenderte David zum Ferienhaus zurück.

Die beiden kleinen Mäuse hüpften schon in ihren Schlafanzügen durchs Wohnzimmer.
„Hallo Taffitt“, begrüßte ihn seine kleine Miniblondine. „Warst du sspazieren?“
„Ja.“ Er hob sie auf seinen Arm. Dann suchte er Luna. „Kommt, wir setzen uns mal aufs Sofa.“
Sofort kuschelten sich die beiden Mädchen an ihn, dann rief er Charlotte, die noch in der Küche hantierte.
„Oh, du bist wieder da“, sagte sie überrascht.
„Setzt du dich mal zu uns?“, bat er sie und er schluckte nervös.
Mit neugierigem Blick nahm Charlotte Platz.
„Also“, begann David zögernd. „Ich hab ja heute eure Mama gefragt, ob sie mich heiraten will …“
„Hast du. Und Mami will“, bestätigte Luna ihm ernsthaft.
„Ja. Gott sei Dank. Aber zu so einer Frage gehört normalerweise ein Ring“, erklärte er den beiden Kleinen, die andächtig an seinen Lippen hingen. „Und deshalb …“ David nestelte das Etui aus seiner Jackettasche, „… musste ich eben noch mal weg.“
Er klappte es auf und nahm den Ring heraus. Charlotte sah ihn weit aufgerissenen Augen an. Der Ring war einfach wunderschön. David griff nach ihrer Hand und steckte ihn ihr auf. Er passte perfekt. Charlotte schossen die Tränen in die Augen und sie fiel ihm stürmisch um den Hals. „Danke, danke, danke“, flüsterte sie heiser in sein Ohr und gab ihm einen leicht salzigen Kuss.
„Nicht weinen, Mami.“ Suri sah sie etwas ängstlich an.
„Ich weine, weil ich mich so freue“, erklärte sie ihrer kleinen Tochter schnell und wischte sich die Tränen ab.
David war gerührt von ihrer Reaktion und dieses warme Gefühl breitete sich wieder in ihm aus. Ja, sie war es – DIE Frau seines Lebens. Sie ist perfekt, dachte er glücklich. Dann rief er sich wieder die Kinder ins Gedächtnis.
„Aber wenn ich die Mama heirate, dann sind wir ja alle noch enger miteinander verbunden“, erklärte er mit ernstem Gesicht den beiden Mäuschen. Sie schauten gespannt zu ihm auf. Er griff in die andere Jackettasche. „Und deshalb dachte ich mir, ihr bekommt auch etwas.“
Er öffnete das andere Etui und die beiden kleinen Ringe blitzen ihnen entgegen.
„Oh – wie ssön!“, rief Suri sofort. David nahm den Sonnenring und steckte ihn ihr auf den Finger. Er war ein bisschen zu groß für den Ringfinger, deshalb schlug er ihr vor, ihn auf dem Mittelfinger zu tragen.
Dann nahm er den Mondring. Lunas Augen strahlten ihn an, sie sagte erst mal nichts, sondern betrachtete still das kleine Schmuckstück. „Danke“, kam es dann leise von ihr.
Suri fiel ihm stürmisch um den Hals und Luna schmiegte sich an ihn.
Bei Charlotte brachen nun alle Dämme. Sie spürte nur wieder, wie sehr sie ihn liebte. Und seine feinfühlige Art den Flöckchen gegenüber war einmalig.

David kuschelte noch lange mit den Kindern auf dem Sofa, erst, als den beiden fast die Augen zufielen, trug er sie ins Bett.
Als er zurückkam, umarmte ihn Charlotte sofort. „Ich liebe dich so sehr“, sagte sie leise.
„Können wir nicht auch schlafen gehen?“ Er hob ihr Gesicht an und sie sah seinen sehnsüchtigen Blick.
„Nichts lieber als das“, murmelte sie an seinen Lippen.

David zog sie eng an sich heran. Sanft küsste er sie auf die Stirn, lächelnd bemerkte er, dass ihr Atem noch sehr schnell ging.
„Ich würde es am liebsten sofort der ganzen Welt erzählen, dass wir heiraten“, murmelte er zufrieden.
Charlotte zuckte kurz zusammen, dann stützte sie sich auf ihren Ellenbogen auf. „David, ich würde dich bitten, damit noch etwas zu warten“, sagte sie leise.
„Warum?“ Ein mulmiges Gefühl breitete sich in ihm aus. War sie sich doch nicht sicher?
„Also …“ Sie setzte sich auf. „Ich meine, deinen und meinen Eltern können wir es ja erzählen, auch unseren engsten Freunden. Aber bitte noch nicht öffentlich machen, ja?“ Sie räusperte sich etwas. „Es ist wegen Konrad und Mariana. Ich möchte zuerst mit ihnen sprechen. Sie sollen es nicht aus der Zeitung erfahren. Sie sind wunderbare Menschen, ich möchte es ihnen persönlich sagen. Ist das okay für dich?“
David atmete innerlich auf. Er zog sie wieder zu sich hinunter, küsste sie zärtlich. „Natürlich ist das okay. Wenn du meinst, dass sie sich darüber freuen würden, dann laden wir sie auch zur Hochzeit ein. Aber das musst du entscheiden“.
„Danke. Aber da ist noch etwas …“
„Was denn?“
„Wegen des Namens. Ich würde gerne deinen Namen annehmen, aber andererseits möchte ich auch nicht anders heißen, als meine Kinder. Und ich hätte auch gerne, dass die beiden den Namen Woźniak behalten. Zumal ich auch kaum glaube, dass Luna anders heißen möchte.“
David zog die Augenbrauen hoch. „Doppelnamen finde ich grässlich“, wandte er mürrisch ein.
„Ich auch. Du kannst ja meinen Namen annehmen“, schlug sie ihm vor und biss sich auf die Lippen, um nicht loszuglucksen.
Jetzt setzte sich David im Bett auf und funkelte sie böse an. „Ich soll Woźniak heißen? David Woźniak? Bist du wahnsinnig geworden? Schlag dir das aus dem Kopf, das geht nicht!“
Charlotte prustete los und wand sich lachend im Bett. „Ich finde, das klingt gut.“ Sie japste keuchend nach Luft.
David warf sich auf sie. „Das ist nicht lustig“, knurrte er und biss ihr in die Unterlippe.
„Doch – ist es…“, kicherte sie. Dann zwang sie sich dazu, wieder ernst zu werden.
„Ich werde einen Doppelnamen annehmen. Mir gefällt das auch nicht, aber es ist ein guter Kompromiss.“

***

„Na ihr macht das aber spannend hier.“ Stefan rutschte nervös auf seinem Stuhl herum. Das ganze Essen über hatte er versucht, David und Charlotte den Grund des Treffens zu entlocken.
„Jetzt sei mal nicht so ungeduldig“, grinste Julius ihn an. „Erzählt doch lieber mal von eurem Urlaub“, forderte er David auf.
Stefan zog eine Schnute und orderte noch ein Bier. Charlotte musste in sich hineingrinsen, sie kannte die Ungeduld ihres Vaters nur zu gut. Doch ein bisschen würde er noch zappeln müssen.
David begann, einige Anekdoten zu erzählen, er gestikulierte dabei lebhaft und wenn er von Suri und Luna berichtete, wurde seine Stimme sanfter.
Heute waren sie von Sylt zurückgekehrt und David hatte seine Eltern und die Siegels für Abends in ein Restaurant eingeladen. Auf die Flöckchen passte Svenja auf, sie war Charlotte und David laut kreischend um den Hals gefallen, als sie die Neuigkeit von der Hochzeit hörte.
Endlich war es soweit, der Nachtisch war verspeist und David räusperte sich wichtig. Er griff nach Charlottes Hand und streichelte zärtlich darüber.
„Der Grund, warum wir euch eingeladen haben, ist folgender: Ich habe Charlotte auf Sylt gefragt, ob sie mich heiraten will – mal wieder …“ Er lachte etwas verlegen und man konnte sehen, dass Stefan vor Aufregung die Luft anhielt.
„Und sie hat Ja gesagt.“
Alle sprangen von ihren Stühlen auf. „Das ist eine tolle Nachricht!“ Stefan presste David fest an sich und Magdalena umarmte Charlotte als Erste. Es flossen etliche Tränen, vor allem bei Heidi und Charlotte. „Du tust das Richtige, Charlottelein“, schluchzte sie laut auf, dann herzte sie David und küsste ihn auf die Wange.
Ihm fiel ein Stein vom Herzen. Es war raus – es war gesagt. Und die Hochzeit wurde damit immer greifbarer.
Julius orderte Champagner, Stefan wollte lieber noch ein Bier.
„Wisst ihr denn schon, wann ihr heiraten wollt?“, fragte Magdalena.
„Im Sommer“, erzählte Charlotte.
Sie hatten auf Sylt eifrig geplant, es sollte eine kleine Hochzeit werden, natürlich mit Suri und Luna als Blumenmädchen, aber alles schlicht und nicht zu pompös.
„Hört sich gut an.“ Julius nahm Charlottes Hand und drückte sie kurz. Dann zwinkerte er ihr zu. „Ich wollte dich eh gerne als Schwiegertochter“, lachte er. Dann schlug er Stefan auf den Rücken. „Wir sind bald verwandt, Siegel.“
Heidi räusperte sich, sie schaute Charlotte nachdenklich an. „Was ist mit Konrad und Mariana?“
Charlotte nickte. „Ich fahre mit Suri und Luna am Montag für drei Tage hin. Ich werde mit ihnen reden. Ich hoffe, sie werden mich verstehen“, sagte sie leise.
„Das werden sie. Ich bin mir sicher.“ Heidi lächelte ihr beruhigend zu.

Es wurde eine stürmische Begrüßung. Konrad und Mariana holten Charlotte und ihre Kinder am Flughafen ab. Dann fuhren sie mit ihnen zu ihrem kleinen Haus in der Nähe von München. Charlotte liebte dieses Haus, bei klarem Wetter konnte man die Alpen deutlich sehen. Innendrin war es total chaotisch. Als Charlotte das erste Mal hier war, hatte sie sich sehr erschrocken über die Unordnung. Aber offenbar brauchten die beiden das und fühlten sich pudelwohl.

Es war Mitte Mai und sehr warm, sodass sie alle im Garten saßen. Konrad tobte mit den Mädchen herum und Charlotte sah ihnen lächelnd zu. Er erinnerte sie an Jonny, der genauso wild mit den Kleinen war.
Als die Mädchen im Bett waren, fasste sich Charlotte ein Herz.
„Ich … ich muss euch was sagen“, begann sie zögernd. Verlegen schaute sie in den Abendhimmel. Eigentlich hatte sie sich gewundert, dass Luna und Suri es nicht schon ausgeplappert hatten, aber die beiden hatten versprochen zu schweigen und sich daran gehalten.
„Du hast einen Freund. Wir haben ihn schon in der Zeitung gesehen“, antwortete Mariana und lächelte Charlotte an. „Ist es das?“
„Nein.“ Charlotte wurde immer nervöser. Natürlich, der Klatsch und Tratsch drang auch bis nach München vor. „Er hat mich gefragt, ob ich ihn heiraten will. Und ich habe Ja gesagt“.
Konrad und Mariana tauschten einen Blick.
„Ohv… dasv… das istv…“, stammelte Mariana.
„… eine Überraschung“, ergänzte Konrad. Er lächelte etwas gequält.
„Ich wollte, dass ihr es wisst, bevor auch das in der Zeitung steht.“ Charlottes Stimme war ganz heiser.
„Du hast dich verliebt. Dasv… das ist schön“, sagte Mariana. Charlotte sah, dass sie schluckte.
„Ja, du bist ja auch noch jung. Da sollte man nicht alleine bleiben“, fügte Konrad schnell an.
„Ja, ich bin verliebt. Und David ist ganz wunderbar zu den Mädchen. Er kümmert sich rührend um sie und liebt sie wie eigene Kinder.“ Charlotte lächelte die beiden an.
„Aberv… abe… können wir denn die beiden dann immer noch sehen?“, fragte Mariana leise, ihre Stimme klang fast schon flehend.
Charlotte griff über den Tisch nach den Händen von ihr und Konrad.
„Natürlich. Das ist doch selbstverständlich. Jonny ist und bleibt der Papa von den Flöckchen. Das wird sich nie ändern. Genauso wenig wie Ihr ihre Großeltern seid. Alles bleibt so, wie es ist. Nur das Suri und Luna noch einen Opa und noch eine Oma dazubekommen haben. Ihr könnt eure Enkelinnen jederzeit sehen, wann Ihr wollt.“
Jonnys Eltern seufzten beide gleichzeitig erleichtert auf und lächelten Charlotte an.
„Und wir würden uns auch sehr freuen, wenn ihr zur Hochzeit kommt“, sprach Charlotte weiter. „Es wäre ein großer Wunsch von mir.“
„Gerne Charlotte. Auchv… auch wenn es uns ein bisschen schwerfällt, das musst du verstehen. Für uns bist du unsere Schwiegertochter“, sagte Konrad schnell. „Und das wirst du auch immer bleiben.“
Charlotte stand auf und umarmte ihn. „Ich hab euch beide lieb“, flüsterte sie leise.
„Wir dich auch, mein Mädchen.“ Er klopfte ihr auf den Rücken.
Mariana stand auf und holte eine Flasche Sekt. „Wenn eine Hochzeit ansteht, dann sollte man sich freuen und drauf anstoßen“, sagte sie mit Tränen in den Augen.

Sie saßen noch lange zusammen und Charlotte berichtete von ihren Plänen. Konrad ging als erster zu Bett und Mariana nahm Charlotte noch mal beiseite.
„David Herbold. Jonny hat mir von ihm erzählt. Er ist deine große Liebe, nicht wahr?“ Marianas Blick war ganz sanft.
„Ja, aber irgendwie hatten wir damals ein schlechtes Timing“, lächelte Charlotte. „Mariana – ich habe Jonny sehr geliebt. Mit David ist es anders.“
„Du hast meinen Sohn glücklich gemacht, Charlotte. Er hätte sich keine bessere Frau wünschen können. Er ist nun mal tot, aber du lebst. Und du solltest dein Leben in vollen Zügen genießen und dein Glück mit beiden Händen festhalten.“ Ihre Stimme klang heiser und es glitzerte in ihren Augen.
Charlotte nahm sie fest in den Arm. „Danke Mariana.“